1000 Jahre Papstroute 2020

Bei unseren Forschungen sind wir auf eine für die damalige Zeit herausragende Begebenheit gestoßen: Papst Benedikt VIII. machte sich 1020 von Rom aus auf den Weg nach Bamberg, um den Kaiser um Hilfe gegen seine Feinde in Italien zu bitten.

Auf dieser Reise haben der Papst und sein Gefolge an verschiedenen Orten Station gemacht, u.a. in Polling, Andechs, bei Augsburg oder Forchheim. Nach seinem mehrtägigen Aufenthalt in Bamberg brachen der Papst und der Kaiser auf eine gemeinsame Reise nach Fulda auf. Die Orte dieser „Papst-Route“ stellt die Akademie für Lebenskultur in einen engen Zusammenhang mit weiteren Orten im heutigen Bayern, die für das Leben von Kaiser Heinrich II. von großer Bedeutung waren. Dazu zählen Bad Abbach als möglicher Geburtsort, Regensburg als Ort der Erziehung und des Lernens, Inning als Aufenthaltsort auf seinem Weg nach Italien, Neuburg an der Donau, wo Kaiser Heinrich II. die Hof- und Stiftskirche reich ausgestattet hat oder auch Augsburg, wo Bischof Brun, der Bruder des Kaisers, die Mauritiuskirche erbauen ließ. Im Folgenden wird die Akademie mit weiteren Routen das europäische Netzwerk des letzten Ottonen-Kaisers dokumentieren.

Papstroute - Polling - Bamberg
1. Polling

Kaiser Heinrich II. kam mit Polling in Berührung, als er im Jahre 1002 in unmittelbarer Nähe, dem Leichenzug Kaiser Otoos III. seine Ehrerbietung bezeugte, zugleich die Reichsinsignien an sich nahm und somit begann sein Aufstieg. 1010 wurde dem Kloster Polling unter Heinrich II., dem Heiligen, der größere Teil der Güter wiedergegeben.

2. Andechs

Von Andechs aus führte der Papst die Hostien aud seinem Weg mit nach Bamberg. Papst Benedikt VIII. hielt die Karwochenliturgie 1020 in Bamberg. Von diesem Papst hatte Kaiser Heinrich II. 1014 in Rom die Kaiserkrone empfangen.

3. Inning

1021 ist Keiser Heinrich II. auf Bitten von Papst Benedikt VIII. um Hilfe, auf dem Weg nach Rom mit 60.000 Mann durch Inning gekommen und hat hier eine Nacht Quartier bezogen.

4. Augsburg

Die Moritzzkirche ist eine der ältesten Kirchen Augsburgs. Bischof Brun, ein Bruder Kaiser Heinrich II., ließ sie 1019 für das von ihm begründete Kollegiatstift erbauen und weihte sie dem Ritterpatron Mauritius und seinen Gefährten.
Die Eingeweihte Otto. wurden nach Augsburg gebracht und werden seitdem in der Krypta des Doms aufbewahrt.

5. Neuburg

Die Stifts- oder Hofkirche wurde von Kaiser Heinrich II. reich ausgestattet, weil sie auf der Route Augsburg-Regensburg liegt. In der Kirchenfassade sind Kaiser Heinrich II. und seine Frau Kunigunde dargestellt.

6. Bad Abbach

Hier wurde Kaiser Heinrich II. am 6. Mail 973 geboren. Deshalb ist der Heinrichsturm das Wahrzeichen von Bad Abbach.

7. Regensburg

Die alte Kapelle ist hier die Besonderheit, da sie bis heute eigenständig geblieben ist.
In dem Deckenfresko der Kirche ist Papst Benedikt VIII. dargestellt, welcher Kaiser Heinrich II. und Kunigunde das Gnadenbild übergibt.
Kloster Prüfening, gegründet 1109 vom Bamberger Bischof Otto I..

8. Hemau

Hemau mit dem Kirchgut Hohenschambach ist auf der Route von Regensburg nach Bamberg gelegen.

9. Nürnberg

In Nürnberg auf der Burg ist die romanische Kapelle der älteste erhaltene Originalburgteil. An dieser Kapelle sind Abbildungen der Reichsschwertes, auf welchem Kaiser Heinrich II. abgebildet ist.
Fürth: Heinrich II. schenkt den Königshof und Versorgungsort an das neue Bistum Bamberg und erteilt ihm das Marktrecht.

10. Herzogenaurach / Erlangen

1002 schenkt Heinrich II. den Königshof Uraha und Erlangen an das Stift Haug in Würzburg. 1021 schenkte er es dem Bistum Bamberg.
Über Büchenbach erreichte man den Ortsrand von Erlangen Unterhalb des „Bergkellers“ („Entlaskeller“) ist eine romantische Kapelle, welche dem Netz der Klöster und Kirchen zugeordnet werden kann.

11. Forchheim

Besonders sehenswert ist hier die Kaiserpfalz, in der auch ein Wandfresko von Kaiser Heinrich II. und Kunigunde zu sehen ist. Auch die unscheinbare Kapelle an dem Bach „Wiesenth“ ist unbedingt zu beachten.
1002 schenkt Heinrich II. Forchheim an das Stift Haug.

12 Bamberg

Papst Benedikt VIII. weihte Ostern 1020 die Stephanskirche und den unscheinbaren romanischen Teil der Thomaskapelle in der alten Hofhaltung ein.

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